Wenn ich mir den "Graf" anschaue, so stelle ich mir die Figur des Käpt´n Nemo im Roman 20.000 Meilen unter dem Meer von Jules Verne vor - markant, tollkühn, abenteuerfreudig. Der Albumtitel "Grosse Freiheit" scheint erahnen zu lassen wo die (See-)reise hingeht. "Das Meer", "Seenot", "Sternbild" und "Unter Deiner Flagge" hören Sich nach Seefahrerromantik, Abenteuer, Fernweh an. Doch weit gefehlt! Lediglich die ersten 30 Sekunden des Albums scheinen dieser Atmosphäre beizutragen danach folgt soetwas - nunja- ich nenne es mal "Rammstein-Light". Düsterer, schwerer Gesang mit Songs wie “Komm geh mit mir zum Meer, um auf ein Schiff zu gehen“ und “Seil und Tau brennt sich ins Fleisch, über mir das Himmelreich“, begleitet von Klangewittern aus Gitarre, Drums und jeder Menge Elektronik untermauern diese Meinung. In der zweiten Hälfte des Albums scheint sich der Sturm über der See wieder verflogen zu haben und es werden ruhigere, sanftere Töne mittels Streichern, Harfe und sanfter Akkustik Gitarre erzeugt. Dann offenbaren Balladen wie ”Heimatstern“ und “Unter Deiner Flagge“, dass es neben den harten schwarzen Seiten “des Grafen“ auch noch weiche und verletzliche gibt.
Mich hat das Album von Unheilig - Grosse Freiheit
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